Vier Edelstahlelektroden, ein robuster Messkoffer mit integriertem Transmitter und der Blick auf die typischen Krefelder Wiesen. So startet eine Vertikale Elektrische Sondierung (VES) hier am Niederrhein. Der erste Spieß wird nahe des Sprödentalplatzes in den feuchten Lehm gesetzt, der zweite in Richtung Hülser Berg. Der Strom fließt. Das Messgerät zeichnet den scheinbaren spezifischen Widerstand auf. Mit jeder Elektrodenauslage dringen wir tiefer in den Untergrund ein, ohne einen einzigen Kubikmeter Boden zu bewegen. Ein geologisches Profil entsteht direkt vor Ort. Für Krefeld mit seinen sandigen Rheinterrassen und den darunter lagernden tertiären Tonen ist das ein entscheidender Vorteil. Denn wer hier baut, muss oft wissen, wo genau die grundwasserführenden Kiese enden und der dichte Ton beginnt. Ergänzend zur Korngrößenanalyse liefert die VES ein durchgehendes Tiefenbild.
Mit der Vertikalen Elektrischen Sondierung erkennen wir die Grenze zwischen grundwasserführenden Kiesen und dichten Tonen in Krefeld, bevor der erste Bagger anrollt.



