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KREFELD
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CPT (Drucksondierung) in Krefeld – Bodenprofile ohne Kernverlust

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Die Bodenverhältnisse in Krefeld wechseln überraschend stark. Im Uerdinger Rheinbogen trifft man schon auf zwei Meter Tiefe auf rollige Sande und Kiese, während man in Bockum oder Hüls mächtige Lösslehmschichten antrifft, die beim Bohren schnell verschmieren. Eine klassische Rammkernbohrung stößt da an Grenzen: Der Kerngewinn im Feinsand liegt oft unter 40 Prozent. Genau hier setzen wir die Drucksondierung ein. Der Messkegel liefert in Echtzeit den Spitzendruck, die lokale Mantelreibung und den Porenwasserdruck – ohne dass eine einzige Bodenprobe entnommen wird. So erkennen wir weiche Torflinsen, die im Krefelder Stadtgebiet verstreut als Relikte alter Rheinarme vorkommen, auf den Zentimeter genau.

Der CPT liefert ein lückenloses Tiefenprofil der Lagerungsdichte – ohne Kernverlust, ohne Spülung und in einem Bruchteil der Zeit einer Bohrung.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Die DIN EN ISO 22476-1:2013 legt die Anforderungen an die Drucksondierung fest, und in Krefeld kommt der Norm eine besondere Bedeutung zu. Der Grundwasserspiegel liegt in weiten Teilen des Stadtgebiets nur zwei bis drei Meter unter Gelände, gespeist von den Terrassen des Niederrheins. Eine unvollständige Sondierung oder ein Ausfall des Porenwasserdruckaufnehmers führt hier schnell zu Fehlinterpretationen der effektiven Spannungen. Unser Messsystem erfasst aller 20 Millimeter die drei Grundwerte und rechnet daraus den Reibungsindex und die klassifizierte Bodenart nach Robertson. In Kombination mit der Messung der Porenwasserdruckdissipation erkennen wir, ob eine tragende Sandschicht hydraulisch vom Grundwasserleiter entkoppelt ist – essenziell für jede Baugrube mit rückverankerter Spundwand in der Krefelder Innenstadt.
CPT (Drucksondierung) in Krefeld – Bodenprofile ohne Kernverlust
Technische Referenz — Krefeld

Örtliche Baugrundfaktoren

Ein Bauvorhaben an der Gladbacher Straße auf Höhe der alten Samtweberei zeigte, wie schnell eine Fehleinschätzung der Schichtenfolge teuer wird. Die Vorerkundung per Rammsondierung (DPH) ergab einen gleichmäßig ansteigenden Schlagzahlverlauf. Erst unsere elektrische CPT-Sonde offenbarte eine knapp 40 Zentimeter dünne, organische Weichschicht in 8,50 Meter Tiefe – ein alter, verfüllter Graben, der in den 1920er-Jahren im Stadtplan nicht dokumentiert wurde. Wäre dort eine Pfahlgründung ohne Spitzenwiderstandsprofil dimensioniert worden, hätte die Setzungsdifferenz unter den Außenwänden schnell mehrere Zentimeter betragen. Die Mantelreibungsmessung zeigte zudem, dass die tragende Mittelterrasse nicht durchgängig war. Solche versteckten Risiken sind in einer Stadt mit jahrhundertelanger Siedlungsgeschichte und zahlreichen Altgrabenverfüllungen keine Seltenheit.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22476-1:2013-01 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung; Felduntersuchungen; Drucksondierungen mit elektrischen Messwertaufnehmern, DIN 4094-1:2002-12 – Baugrund; Felduntersuchungen; Drucksondierungen, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2:2010-10) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik; Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 4020:2010-12 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Sondiertiefe (Standard)25 m bei mitteldichtem Sand
Spitzendruck-Messbereich0 – 100 MPa (Genauigkeit Klasse 1)
MantelreibungsmessungSeparate Messhülse, 150 cm² Mantelfläche
PorenwasserdruckaufnehmerFilterstein hinter dem Konus (u2-Position)
DatenerfassungsintervallAlle 20 mm kontinuierlich
NeigungsmessungIntegrierter Inklinometer, 0,1° Auflösung
Normative GrundlageDIN EN ISO 22476-1:2013-01
EinsatzgewichtCa. 18 t (LKW-montierte Anlage)

Fragen und Antworten

Welche CPT-Sondierung ist für Krefelder Sande geeignet?

In den dicht gelagerten Sanden der Niederterrasse setzen wir eine 15 cm²-Sonde mit verstärktem Gestänge ein. Die Eindringgeschwindigkeit beträgt konstant 2 cm/s. Bei rolligem Kies im Rheinbogen wechseln wir auf eine 10 cm²-Sonde, um die Gestängebelastung innerhalb der zulässigen Biegespannung zu halten.

Wie tief können Sie in Krefeld sondieren?

Mit unserer 18-Tonnen-Anlage erreichen wir in mitteldichtem Sand zuverlässig 20 bis 25 Meter. In den feinkörnigen Auelehmen im Stadtteil Linn sind 30 Meter möglich. Die Tiefe wird durch den Spitzendruck und die Mantelreibung begrenzt; sobald die erforderliche Einpresskraft 200 kN übersteigt, stoppen wir.

Was kostet eine CPT-Sondierung in Krefeld?

Der laufende Meter kostet zwischen €160 und €220, abhängig von der Tiefe und der erforderlichen Zusatzausrüstung wie Porenwasserdruckaufnehmer. Die Mob- und Demob-Pauschale innerhalb Krefelds liegt bei etwa €400. Ein typisches Profil mit 15 Metern Tiefe und Dissipationstest liegt damit im Bereich von €2.800 bis €3.700 netto.

Kann die CPT-Sonde Grundwasserhorizonte erkennen?

Ja, sehr genau sogar. Der Porenwasserdruckaufnehmer hinter dem Konus registriert den hydrostatischen Druck. Sobald die Sonde eine grundwasserführende Schicht durchstößt, sehen wir im Liveplot den Druckanstieg. Der anschließende Dissipationstest gibt Aufschluss über die Durchlässigkeit und bestätigt, ob es sich um einen gespannten oder freien Grundwasserleiter handelt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Krefeld und Umgebung.

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