Die Bodenverhältnisse in Krefeld wechseln überraschend stark. Im Uerdinger Rheinbogen trifft man schon auf zwei Meter Tiefe auf rollige Sande und Kiese, während man in Bockum oder Hüls mächtige Lösslehmschichten antrifft, die beim Bohren schnell verschmieren. Eine klassische Rammkernbohrung stößt da an Grenzen: Der Kerngewinn im Feinsand liegt oft unter 40 Prozent. Genau hier setzen wir die Drucksondierung ein. Der Messkegel liefert in Echtzeit den Spitzendruck, die lokale Mantelreibung und den Porenwasserdruck – ohne dass eine einzige Bodenprobe entnommen wird. So erkennen wir weiche Torflinsen, die im Krefelder Stadtgebiet verstreut als Relikte alter Rheinarme vorkommen, auf den Zentimeter genau.
Der CPT liefert ein lückenloses Tiefenprofil der Lagerungsdichte – ohne Kernverlust, ohne Spülung und in einem Bruchteil der Zeit einer Bohrung.



