GEOTECHNIK
KREFELD
StartseiteLabor

Labor in Krefeld

Fachkundig. Gründlich. Effizient.

MEHR ERFAHREN

Die Kategorie Labor umfasst sämtliche geotechnischen und bodenmechanischen Laboruntersuchungen, die zur Beurteilung der Tragfähigkeit, Verformbarkeit und bautechnischen Eignung von Böden und Gesteinen erforderlich sind. In Krefeld und dem gesamten Niederrheinraum ist diese Analytik von zentraler Bedeutung, da die heterogenen quartären Lockergesteinsabfolgen – geprägt von Rheinterrassen, Auenlehmen und eiszeitlichen Sanden – ohne belastbare Laborwerte keine sichere Bemessung von Gründungen, Dämmen oder Verkehrswegen erlauben. Die laborative Bestimmung bodenphysikalischer und bodenmechanischer Kennwerte bildet gemeinsam mit den Felduntersuchungen das Rückgrat jedes Baugrundgutachtens.

Die lokale Geologie Krefelds ist maßgeblich durch den Rhein und seine Schwemmfächer bestimmt. Hochflutlehme, Terrassensande und -kiese sowie organische Weichschichten in Altstromrinnen wechseln sich auf kurze Distanz ab. Diese laterale und vertikale Variabilität führt zu stark schwankenden Baugrundeigenschaften, die ohne eine präzise Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) nicht ausreichend charakterisiert werden können. Gerade die Feinkornanteile in Auenböden steuern Empfindlichkeiten gegenüber Wasser und Frost, während der Sand- und Kiesgehalt die Scherfestigkeit und Verdichtbarkeit dominiert.

Demonstrationsvideo

Für die normenkonforme Durchführung und Auswertung der Laborversuche sind in Deutschland die Regelwerke der DIN 4022, DIN EN ISO 17892 sowie die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugrund (EAB) maßgebend. Ergänzend greifen die Vorgaben der DIN 1054 für die Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau. Ein zentraler Versuch zur Ermittlung der Scherparameter unter kontrollierten Spannungs- und Drainagebedingungen ist der Triaxialversuch, dessen Ergebnisse in die Standsicherheitsberechnungen von Böschungen und Baugruben einfließen. Die normgerechte Bestimmung der Konsistenzgrenzen erfolgt über die Atterberg-Grenzen, die eine Klassifikation bindiger Böden und eine Abschätzung ihres Verformungsverhaltens bei Wasserzutritt ermöglichen.

Die Anlässe für solche Laborprogramme sind vielfältig. Im Hoch- und Industriebau Krefelds – etwa bei der Errichtung von Logistikhallen oder Produktionsanlagen – verlangen Gründungsgutachten verlässliche Kennwerte zur Setzungsprognose und Grundbruchsicherheit. Im Verkehrswegebau, beispielsweise bei der Erdüchtigung von Bahndämmen oder dem Neubau von Straßen, sind Verdichtbarkeits- und Tragfähigkeitsnachweise unverzichtbar. Auch bei der Sanierung von Altstandorten oder der Bewertung von Hochwasserschutzanlagen entlang des Rheins liefern die bodenmechanischen Laboruntersuchungen die Entscheidungsgrundlage für die Wahl geeigneter Baumethoden und Materialien.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.sbs

Verfügbare Leistungen

Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer)

→ Ver detalle

Triaxialversuch

→ Ver detalle

Atterberg-Grenzen

→ Ver detalle

Fragen und Antworten

Warum sind Laborversuche für Baugrundgutachten in Krefeld so entscheidend?

Die quartären Lockergesteine Krefelds, geprägt von Rheinsedimenten und eiszeitlichen Ablagerungen, weisen auf engstem Raum stark wechselnde Eigenschaften auf. Ohne Laboranalysen lassen sich Tragfähigkeit, Setzungsverhalten und Wasserempfindlichkeit dieser heterogenen Böden nicht zuverlässig beurteilen, was die Standsicherheit von Bauwerken gefährden würde.

Welche Normen regeln die geotechnischen Laboruntersuchungen in Deutschland?

Die Durchführung der Versuche ist in der DIN EN ISO 17892-Reihe standardisiert. Die Klassifikation und Benennung von Böden erfolgt nach DIN 4022. Für die erdstatischen Berechnungen, in welche die Laborwerte einfließen, ist die DIN 1054 in Verbindung mit den Empfehlungen des Arbeitskreises Baugrund (EAB) maßgebend.

Welche Bodenparameter werden für die Gründungsbemessung unbedingt benötigt?

Für eine sichere Gründungsbemessung sind die Wichte, die effektiven Scherparameter (Reibungswinkel und Kohäsion) sowie die Steifemoduln zur Setzungsberechnung essenziell. Bei bindigen Böden kommen die Konsistenzgrenzen hinzu, um das Verhalten bei Wasseraufnahme und Austrocknung abzuschätzen.

Wie hängen Feld- und Laboruntersuchungen im Baugrundgutachten zusammen?

Felduntersuchungen wie Sondierungen liefern einen kontinuierlichen Aufschluss über die Schichtenfolge und die In-situ-Lagerungsdichte. Die Laborversuche an gestörten oder ungestörten Proben ergänzen dies um physikalische und mechanische Kennwerte, die für die rechnerische Bemessung und die Klassifikation des Baugrunds unverzichtbar sind.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Krefeld und Umgebung.

Größere Karte ansehen