Der Untergrund in Krefeld ist geprägt von den sandig-kiesigen Ablagerungen des Rheins, die auf den ersten Blick tragfähig wirken, aber je nach Verdichtungsgrad und Feinanteil stark variieren können. Die mittlere Jahresniederschlagsmenge von 770 mm und die geringe Geländehöhe der Niederrheinischen Bucht beeinflussen den Wasserhaushalt im Oberbau erheblich, was bei der Bemessung flexibler Fahrbahnen eine sorgfältige Analyse der Entwässerungsfähigkeit erfordert. Während im Stadtkern oft aufgefüllte Böden mit heterogener Zusammensetzung angetroffen werden, dominieren in den Außenbezirken wie Uerdingen natürliche Kies-Sand-Gemische, deren Steifemodul stark von der Lagerungsdichte abhängt. Genau hier setzt die Dimensionierung des flexiblen Belags an, die mit dem CBR-Versuch im Feld eine realitätsnahe Bewertung der Tragfähigkeit direkt auf der Baustelle ermöglicht.
Ein flexibler Belag in Krefeld lebt von der Qualität des ungebundenen Unterbaus – die Rheinschotter sind gut, aber nur mit nachgewiesener Verdichtung.



