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KREFELD
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Flachgründungsbemessung in Krefeld: Wenn der Niederrhein die Statik herausfordert

Fachkundig. Gründlich. Effizient.

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Ein Einfamilienhaus in Hüls steht auf kiesigen Sanden der Mittelterrasse, während ein Anbau im Stadtteil Linn häufig auf weichen Auelehmen der Altrheinrinne gegründet werden muss – die Spanne der Baugrundverhältnisse in Krefeld könnte kaum größer sein. Was im einen Quartier mit einer klassischen Streifenfundamentlösung gelingt, erfordert im anderen eine sorgfältig austarierte Flachgründungsbemessung, die Setzungsunterschiede im Millimeterbereich kalkuliert. Unser geotechnisches Team begleitet seit Jahren Projekte entlang der gesamten Krefelder Terrassenlandschaft und kennt die lokalen Risikozonen, in denen ein Plattendruckversuch auf der Aushubsohle mehr Sicherheit bringt als jede Abschätzung aus dem Schreibtischgutachten. Die Flachgründungsbemessung ist in Krefeld nie reine Routine, weil selbst benachbarte Grundstücke durch quartäre Rinnenfüllungen völlig unterschiedliche Steifigkeiten aufweisen können.

Eine Flachgründung auf Krefelder Terrassensedimenten verzeiht keine groben Annahmen – die Bandbreite der Steifemoduln reicht von 15 MN/m² im Auelehm bis über 80 MN/m² im dicht gelagerten Terrassenkies.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Die industrielle Expansion Krefelds im 19. Jahrhundert hat das heutige Stadtbild geprägt, aber auch einen Flickenteppich an Auffüllungen und anthropogen veränderten Böden hinterlassen, die bei jeder Flachgründungsbemessung kritisch zu bewerten sind. Wir arbeiten bei der Bemessung von Einzel- und Streifenfundamenten sowie Bodenplatten nach dem Teilsicherheitskonzept der DIN EN 1997-1 in Verbindung mit DIN 1054 und den ergänzenden Regelungen der DIN 4020. Die zulässige Sohlspannung ermitteln wir nicht pauschal, sondern iterativ aus den Ergebnissen der Baugrunderkundung, wobei wir besonders auf den Grundwasserflurabstand achten, der in Krefeld stellenweise weniger als zwei Meter beträgt. Für inhomogene Schichtenfolgen kombinieren wir die Flachgründungsbemessung mit einer Korngrößenanalyse, um die Verdichtbarkeit und Drainagefähigkeit der anstehenden Sande und Kiese belastbar einstufen zu können. Jede Bemessung mündet in einen prüffähigen statischen Nachweis für Grenzzustand GEO-2 und die Fundamentsetzungen, den wir dem Tragwerksplaner abstimmungsreif übergeben.
Flachgründungsbemessung in Krefeld: Wenn der Niederrhein die Statik herausfordert
Technische Referenz — Krefeld

Örtliche Baugrundfaktoren

Die Nähe zum Rhein und die vielen Altarme im Krefelder Süden schaffen ein Mikroklima mit hoher Luftfeuchtigkeit und jahreszeitlich stark schwankenden Grundwasserständen, die den Baugrund dynamisch verändern. Ein trockener Sommer lässt bindige Deckschichten schrumpfen, während ein nasser Winter die Porenwasserüberdrücke im Untergrund ansteigen lässt – beides Faktoren, die die Bettungsziffer einer Flachgründung innerhalb weniger Monate verschieben können. Besonders tückisch sind die in Krefeld verbreiteten Wechsellagerungen aus Sand und tonigem Schluff, die bei falscher Bemessung zu differentiellen Setzungen führen, welche Risse in Mauerwerk und Bodenplatten verursachen. Mit einer Flachgründungsbemessung, die saisonale Wasserstandsschwankungen explizit in das Rechenmodell einbezieht, lassen sich diese Risiken auf ein vertretbares Maß reduzieren.

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Maßgebliche Normen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN 4020:2010-12 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN 4019:2015-05 (Baugrund – Setzungsberechnungen)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
BemessungsnormDIN EN 1997-1 (EC 7) mit DIN 1054:2021-04
Untersuchungstiefe (Standard)2 x Fundamentbreite, mindestens 6 m unter GOK
Bemessungswert SohlwiderstandIterativ aus Grundbruch- und Setzungsnachweis nach DIN 4019
Setzungsdifferenz (Grenzwert)< 1/300 der Stützweite für verformungsempfindliche Bauteile
GrundwasserberücksichtigungAuftrieb und Strömungskraft gemäß DIN 4085
ErkundungsintervallMindestens 3 Aufschlusspunkte pro Bauwerk gemäß DIN 4020

Fragen und Antworten

Welche Baugrundinformationen benötige ich für eine Flachgründungsbemessung in Krefeld?

Mindestens drei Aufschlusspunkte pro Bauwerk, die bis in eine Tiefe reichen, in der die Zusatzspannung unter 20 % der Ausgangsspannung fällt – in Krefeld typischerweise 6 bis 8 Meter unter GOK. Dazu kommen Laborversuche zur Bestimmung von Korngrößenverteilung, Konsistenzgrenzen und Steifemodul.

Warum sind Setzungsberechnungen in Krefeld so wichtig?

Die quartären Sedimente des Niederrheins wechseln auf kurzer Distanz ihre Zusammensetzung. Auelehm, Terrassensand und Kies besitzen stark unterschiedliche Steifigkeiten, sodass schon ein Einfamilienhaus ungleiche Setzungen erfahren kann. Eine genaue Berechnung nach DIN 4019 ist daher unverzichtbar.

Wie lange dauert eine Flachgründungsbemessung vom Auftrag bis zum prüffähigen Nachweis?

Nach Abschluss der Feld- und Laboruntersuchungen dauert die ingenieurtechnische Bearbeitung inklusive statischer Nachweise etwa zwei bis drei Wochen, abhängig von der Komplexität des Bauwerks und der Homogenität des Baugrunds.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Flachgründungsbemessung rechnen?

Für ein Einfamilienhaus in Krefeld liegen die Kosten für die geotechnische Erkundung und die vollständige Flachgründungsbemessung je nach Aufwand zwischen €1.680 und €2.470, inklusive dreier Aufschlusspunkte und prüffähigem Nachweis.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Krefeld und Umgebung.

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