GEOTECHNIK
KREFELD
StartseiteHänge & Wände

Hänge & Wände in Krefeld

Fachkundig. Gründlich. Effizient.

MEHR ERFAHREN

Die Kategorie Hänge & Wände umfasst sämtliche geotechnischen Leistungen zur Sicherung von Geländesprüngen, Böschungen und vertikalen Erdbauteilen. In einer Stadt wie Krefeld, deren Topografie zwar überwiegend flach erscheint, treten durch die typische Terrassenkante des Niederrheins, künstliche Aufschüttungen und tiefe Baugruben für innerstädtische Projekte regelmäßig komplexe Stützkonstruktionen in den Fokus. Ob es sich um die Sicherung einer natürlichen Böschung an der Niepkuhlen-Niederung oder um die Baugrubenumschließung für ein neues Wohnquartier im Stadtteil Uerdingen handelt – die Stabilität dieser Hänge und Wände ist entscheidend für die Sicherheit von Menschen, angrenzender Bebauung und Infrastruktur. Eine fundierte Planung verhindert langfristige Schäden durch Setzungen, Rutschungen oder Grundwasserzutritt.

Die lokalen geologischen Verhältnisse in Krefeld sind maßgeblich durch die Sedimente des Rheins geprägt. Unter einer oft geringmächtigen Auelehmdecke folgen quartäre Sande und Kiese der Niederterrasse, die lokal von bindigen Zwischenschichten durchzogen sein können. Diese Wechsellagerung führt zu einem teils sehr heterogenen Baugrund, dessen mechanische Eigenschaften stark vom Wassergehalt abhängen. Hinzu kommen die Einflüsse des schwankenden Grundwasserspiegels, der in den rheinnahen Bereichen oft nur wenige Meter unter Geländeoberkante ansteht. Für die Standsicherheit von Hängen und Stützwänden bedeutet dies eine hohe Sensitivität gegenüber hydraulischen Gradienten und Erosionsprozessen, was bei jeder Planung eine detaillierte Baugrunderkundung unverzichtbar macht.

Demonstrationsvideo

Für die Bemessung und Ausführung von Böschungs- und Stützkonstruktionen in Deutschland bildet das Eurocode-7-Regelwerk mit seiner nationalen Anwendungsnorm DIN EN 1997-1 in Verbindung mit der DIN 1054:2021-04 den verbindlichen Rahmen. Diese Normen definieren die geotechnischen Kategorien, legen die charakteristischen Bodenkennwerte fest und schreiben die Nachweisverfahren für Grenzzustände der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit vor. Ergänzend sind die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugruben' (EAB) und des Arbeitskreises 'Stützbauwerke' (EA-Stützbauwerke) der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik als allgemein anerkannte Regeln der Technik heranzuziehen. Eine normkonforme Böschungsstabilitätsanalyse ist dabei stets der erste Schritt, um die rechnerische Sicherheit eines Geländesprungs nachzuweisen.

Die Anwendungsfelder für die Kategorie Hänge & Wände in Krefeld sind vielfältig und reichen vom klassischen Verkehrswegebau bis zum anspruchsvollen Hochbau. Bei der Anlage von Lärmschutzwällen entlang der A57 oder der Sanierung von Altlastenverdachtsflächen auf ehemaligen Industriearealen sind standsichere Böschungen zu dimensionieren. Im innerstädtischen Hochbau, etwa bei der Nachverdichtung auf engen Grundstücken, sind dagegen oft tiefe Baugruben mit einer Stützwandbemessung für Trägerbohlwände oder Bohrpfahlwände zu planen. Auch bei Ingenieurbauwerken wie Uferbefestigungen entlang des Rheins oder der Instandsetzung historischer Kaimauern im Hafenbereich sind Speziallösungen gefragt, die oft eine Kombination aus aktiver/passiver Verankerungsbemessung und konstruktiven Stützelementen erfordern.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.sbs

Verfügbare Leistungen

Böschungsstabilitätsanalyse

→ Ver detalle

Aktive/passive Verankerungsbemessung

→ Ver detalle

Stützwandbemessung

→ Ver detalle

Fragen und Antworten

Wann ist eine Böschungsstabilitätsanalyse für mein Grundstück in Krefeld erforderlich?

Eine Analyse ist immer dann notwendig, wenn auf Ihrem Gelände ein natürlicher Hang oder eine künstliche Böschung mit mehr als 2 Metern Höhenunterschied geplant oder verändert wird. Besonders bei den in Krefeld typischen Sand-Kies-Gemischen mit eingelagerten Schluffschichten besteht die Gefahr von oberflächennahen Rutschungen, sobald der Grundwasserspiegel ansteigt oder eine zusätzliche Auflast aufgebracht wird. Die DIN 1054 fordert hier einen rechnerischen Standsicherheitsnachweis.

Welcher Unterschied besteht zwischen einer Schwergewichtswand und einer verankerten Stützwand?

Eine Schwergewichtswand leitet die Erddruckkräfte allein über ihr hohes Eigengewicht und eine breite Aufstandsfläche sicher in den Baugrund ab, was viel Platz und Material beansprucht. Eine verankerte Stützwand, etwa eine Bohrpfahlwand mit Rückverankerung, überträgt die Horizontallasten über Zugglieder in tiefer liegende, tragfähige Bodenschichten. Letztere Bauweise ist bei beengten Platzverhältnissen und tiefen Baugruben, wie sie im Krefelder Stadtgebiet häufig vorkommen, oft die wirtschaftlichere Lösung.

Muss ich bei einer Stützwand in Krefeld mit drückendem Grundwasser rechnen?

Ja, in weiten Teilen des Krefelder Stadtgebiets, insbesondere in den rheinnahen Niederterrassen, steht das Grundwasser relativ oberflächennah an. Bei der Planung einer Stützwand oder einer tiefen Baugrube muss daher zwingend ein detailliertes hydrogeologisches Gutachten erstellt werden. Die resultierende Strömungskraft und der Auftrieb müssen in der Bemessung nach EAB berücksichtigt werden, um hydraulischen Grundbruch oder ein Aufschwimmen der Konstruktion auszuschließen.

Welche Rolle spielen die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugruben' (EAB) bei meinem Projekt?

Die EAB sind kein Gesetz, gelten aber als allgemein anerkannte Regeln der Technik und werden von Bauaufsichtsbehörden und Gerichten als Maßstab für eine fachgerechte Planung herangezogen. Sie konkretisieren die normativen Anforderungen der DIN EN 1997-1 und DIN 1054 für den Spezialfall der Baugrubenumschließung. Ein Verstoß gegen die EAB kann im Schadensfall als Planungsfehler gewertet werden, weshalb ihre Beachtung für die rechtssichere Ausführung eines Projekts in Krefeld unerlässlich ist.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Krefeld und Umgebung.

Größere Karte ansehen