Fachkundig. Gründlich. Effizient.
MEHR ERFAHRENIn-Situ-Prüfungen bilden das Rückgrat einer jeden fundierten Baugrundbeurteilung. Anders als Laborversuche an entnommenen Proben erfassen sie den Boden in seinem natürlichen, ungestörten Zustand und liefern damit unverzichtbare Kennwerte für die Tragfähigkeit, Verformbarkeit und Durchlässigkeit des Untergrunds. In Krefeld, einer Stadt mit einer dynamischen Mischung aus industrieller Neuerschließung, Wohnungsbau und Infrastrukturprojekten, sind diese direkten Felduntersuchungen der Goldstandard, um Bausicherheit zu gewährleisten und kostenintensive Schäden durch unerwartete Bodenreaktionen zu vermeiden.
Die geologischen Bedingungen in Krefeld sind maßgeblich durch die Lage am Niederrhein geprägt. Wir finden hier überwiegend quartäre Lockergesteine, bestehend aus den sandig-kiesigen Ablagerungen der Niederterrasse und darunterliegenden, teils bindigen Schichten des Tertiärs. Diese heterogene Schichtung, oft mit eingelagerten Auenlehmschichten oder organischen Weichböden in Altarmbereichen, stellt besondere Anforderungen an die Erkundung. Pauschalannahmen verbieten sich hier; jeder Quadratmeter kann anders reagieren. Genau hier setzen unsere feldbodenmechanischen Prüfungen an, um die spezifischen Eigenschaften der Krefelder Böden punktgenau zu charakterisieren.
Die Durchführung dieser Prüfungen unterliegt in Deutschland einem strengen technischen Regelwerk. Maßgebend sind hier die DIN-Normen, insbesondere die DIN EN ISO 22476-Reihe für die verschiedenen Sondierverfahren, die DIN 18134 für den Plattendruckversuch (PLT) sowie die DIN EN ISO 14688 und 14689 für die Bodenansprache. Für die Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit im Feld kommen die Verfahren nach Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) zum Einsatz, die in den einschlägigen geotechnischen Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB) und des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) verankert sind. Die Einhaltung dieser Normen ist nicht nur eine Frage der Qualitätssicherung, sondern auch haftungsrelevant für die ausführenden Ingenieurbüros und Baufirmen.
Die Anwendungsgebiete in Krefeld sind vielfältig. Im klassischen Hochbau, etwa bei der Errichtung neuer Mehrfamilienhäuser in Stadtteilen wie Fischeln oder Oppum, ist der Plattendruckversuch (PLT) zur Prüfung des Verdichtungsgrads von Tragschichten und des Planums unerlässlich. Im Tief- und Straßenbau, beispielsweise bei der Sanierung der stark frequentierten A 57 oder dem Ausbau des ÖPNV-Netzes, geht es um die langfristige Standfestigkeit von Dammschüttungen. Hier liefert die Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) präzise Daten über die erreichte Lagerungsdichte. Bei der Planung von Versickerungsanlagen, die aufgrund der zunehmenden Starkregenereignisse in Krefeld an Bedeutung gewinnen, ist der Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) die entscheidende Grundlage, um die Aufnahmefähigkeit des Untergrunds zuverlässig zu bemessen und Überflutungen zu vermeiden.
In-Situ-Prüfungen werden direkt im anstehenden Boden durchgeführt und erfassen sein Verhalten im natürlichen Spannungs- und Feuchtigkeitszustand. Laborversuche hingegen analysieren entnommene Proben, die während Transport und Aufbereitung unvermeidlich gestört werden. Die Feldversuche liefern daher repräsentativere Kennwerte für die tatsächliche Tragfähigkeit und Verformbarkeit des gesamten Untergrunds, was für die Bemessung von Bauwerken entscheidend ist.
Krefelds Untergrund ist durch die quartären Ablagerungen des Niederrheins geprägt. Die Wechsellagerung von sandigen Kiesen, bindigen Auenlehmschichten und lokal eingelagerten organischen Weichböden führt zu stark heterogenen Baugrundverhältnissen. Diese kleinräumige Variabilität lässt sich nur durch ein Netz von punktuellen In-Situ-Prüfungen zuverlässig erfassen, um Tragfähigkeitssprünge oder Setzungsnester sicher zu identifizieren und die Gründung darauf abzustimmen.
Die zentralen Normen sind die DIN EN ISO 22476-Reihe für Drucksondierungen und Rammsondierungen, die DIN 18134 für den Plattendruckversuch sowie die DIN EN ISO 14688 zur Bodenansprache. Für die Durchlässigkeitsversuche im Feld sind die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB) und des DIBt verbindlich. Diese Regelwerke definieren die Prüfabläufe, Geräteanforderungen und Auswerteverfahren, um bundesweit einheitliche und gerichtsfeste Ergebnisse zu gewährleisten.
Sie sind essenziell für nahezu jedes Bauvorhaben, besonders aber bei der Gründung von Hochbauten auf heterogenem Boden, der Verdichtungskontrolle im Verkehrswegebau, der Erstellung von Baugruben in innerstädtischen Bereichen und der Dimensionierung von Regenwasserversickerungsanlagen. Auch bei der Bewertung von Altlastenverdachtsflächen oder der Nachgründung von Industriebauten auf den ehemaligen Textil- und Chemiearealen Krefelds liefern sie die notwendige Sicherheit für Planer und Bauherren.