Der Boden unter Krefeld erzählt eine Flussgeschichte. In Uerdingen nahe am Rhein finden wir oft sandige, gut abgestufte Kiese, die der Strom in Jahrtausenden abgelagert hat. Nur sechs Kilometer weiter östlich, Richtung Fischeln, dominieren dagegen schluffige Sande und Lösslehme der Niederrheinischen Bucht. Diese Unterschiede auf wenigen Kilometern machen die Korngrößenanalyse hier so entscheidend. Wer die Kornverteilung nicht kennt, kann die Tragfähigkeit eines Baugrunds nicht seriös beurteilen. In unserer Erfahrung reicht ein einfacher Siebversuch selten aus, wenn der Feinkornanteil über fünf Prozent liegt. Deshalb kombinieren wir in Krefeld standardmäßig die Maschinensiebung mit dem Aräometerverfahren nach DIN 18123. Nur so entsteht eine geschlossene Kornsummenkurve vom Grobkorn bis in den kolloidalen Bereich – die Grundlage für jede konsistente Bodenklassifikation.
Eine lückenlose Kornsummenkurve von 63 mm bis 0,001 mm entscheidet, ob der Baugrund filterstabil, frostsicher oder suffosionsgefährdet ist.



