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KREFELD
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Schürfgruben in Krefeld: Geotechnische Aufschlüsse für belastbare Baugrundmodelle

Fachkundig. Gründlich. Effizient.

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Ein häufiger Fehler in Krefelder Bauvorhaben ist die Annahme, eine reine Rammkernbohrung würde ausreichen, um die komplexen quartären Ablagerungen der Niederrheinischen Bucht zu charakterisieren. Gerade in Stadtteilen wie Uerdingen oder Linn, wo die historische Bebauung auf wechselhaften Sand-Kies-Gemischen mit eingelagerten Auelehmen gründet, liefern erst Schürfgruben die notwendige visuelle Bestätigung der Schichtgrenzen. Während gestörte Bohrproben oft keine Aussage über Lagerungsdichte oder tatsächliche Kornverteilung zulassen, ermöglicht die freigelegte Grubenwand eine lückenlose Dokumentation nach DIN EN ISO 14688. Das ingenieurgeologische Team führt die Sondierbohrung bis in Tiefen von 3,0 m oder bei beengten Verhältnissen als Kleinrammbohrung aus, ergänzt durch eine Korngrößenanalyse direkt aus den entnommenen Horizonten.

Die visuelle Ansprache der freigelegten Grubenwand liefert eine geologische Sicherheit, die kein indirektes Sondierverfahren ersetzen kann – besonders bei heterogenen Auffüllungen in Krefeld.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Bei einem Erweiterungsbau in der Krefelder Innenstadt, nahe der stark befahrenen St.-Anton-Straße, standen wir vor dem Problem, dass eine ältere Baugrunduntersuchung aus den 1990er-Jahren keine Angaben zu potenziellen Auffüllungen enthielt. Unsere Baggerarbeiten legten in 1,40 m Tiefe eine Lage aus Ziegelbruch und Schlacke frei, die im Vorfeld weder durch Rammsondierungen noch durch Drucksonden erkannt worden war. Diese Situation ist typisch für die Stadt Krefeld, deren industrielle Vergangenheit als Seidenweberstadt zu zahlreichen verfüllten Kellerstrukturen geführt hat. Die Schürfgrube erlaubte es, den tatsächlichen Schichtaufbau zu kartieren und eine gezielte Beprobung der anthropogenen Störzone durchzuführen. Anschließend wurden die Konsistenzgrenzen der darunter anstehenden Auenlehme bestimmt, deren steife bis halbfeste Zustandsform maßgebend für die Bemessung der elastisch gebetteten Bodenplatte war.
Schürfgruben in Krefeld: Geotechnische Aufschlüsse für belastbare Baugrundmodelle
Technische Referenz — Krefeld

Örtliche Baugrundfaktoren

In Krefeld beobachten wir regelmäßig, dass Bauherren die Tragfähigkeit des anstehenden Mittel- und Grobsandes überschätzen, sobald geringmächtige, aber hochplastische Tonlinsen eingeschaltet sind. Diese Linsen, entstanden aus Altwasserarmen des Rheins, neigen bei Wasserzutritt zu Konsistenzverlusten und können Setzungsdifferenzen von mehr als 2 cm zwischen benachbarten Fundamenten verursachen. Ein weiteres Problem zeigt sich im Randbereich der Kempener Platte, wo unter gering durchlässigen Deckschichten Stauwasser ansteht, das beim Aushub unkontrolliert zutage tritt und die Grubenstabilität gefährdet. Ohne eine fachgerechte Schürfgrube mit detaillierter Schichtenaufnahme bleiben solche Risiken unerkannt, und die spätere Nachgründung oder Unterfangung verursacht Kosten, die den ursprünglichen Erkundungsaufwand um ein Vielfaches übersteigen.

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Maßgebliche Normen

DIN 4021 – Aufschluss durch Schürfe und Bohrungen, DIN EN ISO 14688 – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 18300 – Erdarbeiten (VOB Teil C)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Aufschlusstiefe Standardbis 3,0 m unter GOK
Böschungswinkel in Sand/Kies45° (nicht bindig, trocken)
Grubenabmessung Typ 11,20 x 1,80 m
Probenahme gestörtEimerproben je Schichtwechsel
Probenahme ungestörtAusstechzylinder im Wandbereich
Dokumentation nachDIN 4021 / DIN EN ISO 14688
Verbau bei Tiefe > 2,0 mGrabenverbaugerät (Typ leicht)

Fragen und Antworten

Was kostet eine Schürfgrube in Krefeld inklusive Dokumentation?

Für eine maschinell ausgehobene Schürfgrube mit einer Tiefe bis 2,5 m und einer Fläche von etwa 1,5 x 1,5 m liegen die Kosten in Krefeld zwischen 450 und 670 Euro. Darin enthalten sind die Anfahrt innerhalb des Stadtgebiets, die Profilaufnahme durch einen Ingenieurgeologen, das Schichtenverzeichnis nach DIN 4021 sowie die Fotodokumentation. Bei größeren Tiefen, notwendigem Verbau oder umfangreicher Probenahme erhöht sich der Aufwand entsprechend.

Welche Vorteile hat eine Schürfgrube gegenüber einer SPT- oder CPT-Sondierung?

Die Schürfgrube liefert im Gegensatz zu indirekten Verfahren wie SPT oder CPT eine flächig freigelegte Bodenstruktur. Der Geologe kann Schichtgrenzen, Einlagerungen, Trennflächen und organische Beimengungen direkt erkennen und dokumentieren. Besonders bei heterogenen Auffüllungen, wie sie im Krefelder Stadtgebiet häufig vorkommen, ist diese visuelle Validierung unersetzlich, da Sondierspitzen solche Wechsellagerungen oft nicht auflösen können.

Ist eine Schürfgrube auch bei hohem Grundwasserstand in Krefeld möglich?

In den rheinnahen Gebieten Krefelds kann der Grundwasserflurabstand saisonal auf unter 1,5 m sinken. In solchen Fällen setzen wir eine offene Wasserhaltung mit Tauchpumpe ein, um die Grubensohle trocken zu halten. Bei starkem Wasserandrang oder nichtbindigen Böden ist alternativ eine Rammkernbohrung mit dichter Probenahme sinnvoller, da die Gefahr von hydraulischen Grundbrüchen an der Sohle besteht.

Wie lange dauert die Durchführung und Berichterstellung?

Die Feldarbeit für eine einzelne Schürfgrube nimmt etwa 2 bis 3 Stunden in Anspruch, abhängig von der Aushubtiefe und der Anzahl der Proben. Der geotechnische Kurzbericht mit Schichtenprofil, Bodenklassifikation und Gründungsempfehlung liegt in der Regel innerhalb von 5 Werktagen vor. Bei dringenden Projekten bieten wir eine 48-Stunden-Expressdokumentation an.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Krefeld und Umgebung.

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